Eddy Kante wurde am 08.10.1959 in Hagen geboren. Familiäre Umstände machen aus Eddy ein schwer erziehbares Kind.

Als 13jähriger besuchte er sein erstes Udo Lindenberg Konzert in der Westfalenhalle. Mit Ellbogen kämpfte er sich bis ganz vorne an den Bühnenrand. Mit Udo's Texten konnte er sich identifizieren, von nun an war er bei jedem Lindenberg Konzert.
Mit 14 entschied sich Eddy, von nun an Rocker zu werden. Eines Tages schaffte er es, sich zu Lindenberg in den Backstage-Bereich vorzuarbeiten. Mit seinem Sammelbuch bewaffnet, wollte er von Udo ein Autogramm haben. Udo Lindenberg erkannte ihn sofort als den Jungen, der bei allen seinen Konzerten in der 1. Reihe steht und begrüßte ihn freundlich.
Den Namen Udo Lindenberg als selbst gemachtes Tattoo, eine geklaute 3-Gang Hercules ohne Schalldämpfer und eine Weste mit Nieten und Ketten besetzt, gaben ihm das Gefühl von Lebensqualität. Mit 16 Jahren begann er seine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker. Während der Lehrzeit verstarb seine noch junge Mutter. In der Lehrwerkstatt folgten mehrere Abmahnungen, weil Eddy's Verhalten immer aggressiver wurde. Auf weiteren Udo Lindenberg Konzerten trifft Eddy nun schon regelmäßig seinen Star. Bei einem dieser Events gibt Udo ihm seine Karte und lädt ihn ein: "Wenn Du in Hamburg bist, besuch mich doch mal".
Mit 18 Jahren kauft Eddy sich ein großes Motorrad und die Farbe der Freeway Riders schmückte die Rückseite seiner Lederjacke. Aus der Lehrwerkstatt wurde er rausgeschmissen. Mit 19 Jahren heiratete er seine Jugendliebe.
Eddy wurde von der Bundeswehr einberufen, für seine Grundausbildung schickte man ihn nach Hamburg, Abteilung Luftwaffe. Er nutzt die Gelegenheit, um die Einladung von Udo Lindenberg wahrzunehmen. Man redet über dies und das, Smalltalk eben. Vielmehr Udo redet oder stellt Fragen, Eddy antwortet und traut sich ansonsten nicht, viel zu sagen. Zum Ende der Bundeswehr kommt Eddy Kante für 9 Monate in den Jugendstrafvollzug. Er wurde beim Schwarzfahren erwischt. Aufgrund seiner vielen Vorstrafen wird er sofort verurteilt.
Inzwischen ist Eddy 20 Jahre alt und Vater geworden. Als Eddy aus dem Jugendknast entlassen wird, steht er mit Nichts auf der Straße. Wieder fährt er zu Udo Lindenberg. Eddy will Udo Lindenberg seinen Sohn Oliver vorstellen. Als Udo hört, daß er gerade aus dem Knast kommt, fragt er Eddy , wie es bei ihm jetzt weiterginge, was er jetzt machen wolle? Eddy hat darauf nur ein Schulterzucken. Udo fragt ihn, ob er sich zutraü, sein Bodyguard zu werden. Mit 21 geht Eddy Kante mit Udo Lindenberg zum ersten Mal auf große Tour. Ein Leben in Nobelhotels und durchzechte Nächte, Parties.

Eddy Kante treibt sich immer wieder im Rotlicht - Milieu herum, er jobt dort als Rausschmeißer und ist zu einem Mann geworden, den jeder in gewissen Kreisen respektiert.
Um der Verantwortung als Vater gerecht zu werden, geht Eddy Kante aus dem Milieu heraus und sucht sich einen soliden Job als LKW Fahrer.
Im Januar 1993 ist Eddy schon wieder auf Tour. Udo Lindenberg fängt ihn wieder auf. Plötzlich wurde er zu einer Art Kultfigur. Alle konnten ihn gut leiden und ein Konzert ohne Eddy Kante konnte sich niemand mehr vorstellen. Eddy Kante arbeitete für Phillip Boa. In der Musikszene bestens bekannt, ist er auf Kumpelbasis auch der Bodyguard für Extrabreit und viele andere.
Im September 1998 steht Eddy Kante zum erstenmal in den Woodhouse Studios in Hagen vor dem Mikrophon und singt völlig souverän seine Songs ein, als hätte er nie etwas anderes getan. Zufällig hört die Black Metal Band Rotting Christ, die zur gleichen Zeit im Studio aufnimmt, Eddy's Gesang. Die smarten Griechen sind sofort begeistert und fragen Eddy, ob er Lust hat, auf ihrer Produktion als Gastsänger mitzuwirken. Im November 1998 ist ein kleiner Teil von Eddy Kantes Traum schon in Erfüllung gegangen, er hält die erste CD, auf der er als Sänger mitwirkt, in seinen Händen.

Im Dezember 1998 hält Eddy bereits seine eigene CD mit seinen ersten beiden Songs in den Händen. ... und dann entstand MAMA im Dezember 99
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Tante Hilde und Onkel August bedanken, ohne die ich heute nicht der sein könnte, der ich bin!
Sie haben mich immer unterstützt und zu mir gehalten, auch wenn ich mal wieder Mist gebaut habe.
Zuletzt bearbeitet: 23.11.2011